Ihr Weg in die Selbstständigkeit

3. Juli 2011 | Von | Kategorie: General Management

Oft lesen wir Nachrichten und Statistiken, die über nicht gelungene Start-Ups oder über die zahlreichen Barrieren auf dem Wege zur Selbständigkeit berichten. Hier ein gutes Beispiel dazu: Während man in Bremen schon nach 4,25 Tagen sein Unternehmen genehmigt bekommt, dauert es in Sachsen-Anhalt 18,25 Tage. Und im europäischen Vergleich liegt Deutschland insgesamt auf Platz 16. Doch wer etwas will, sucht Wege und nicht Gründe – lesen Sie mehr dazu in diesem Beitrag.

Selbständig zu sein bedeutet auch optimistisch zu sein

Das Institut für Mittelstandsforschung hat eine Erhebung zu Bürokratien der Bundesländer gemacht. Und so kamen auch die o.a. Ergebnisse zustande. Viele schrecken solche Statistiken ab. Doch es gibt auch solche, die sich durch pessimistische Nachrichten nicht allzu sehr beeinflussen lassen.

Sicherheit oder Freiheit: Wonach streben Sie?

Machen Sie einen guten Abschluss, ergänzen Sie diesen mit einem Auslandsaufenthalt, dann bekommen Sie auch einen gut bezahlten, sicheren Job – kennen Sie das? Streben Sie nach Sicherheit? Wollen Sie in festen Unternehmensstrukturen arbeiten – oder eher selbst (und ständig) die Strukturen schaffen und Ihre Freiheit ausüben?


Selbständigkeit: Wer etwas will, sucht Wege

Ich würde mich gerne selbständig machen, aber…: „ich habe kein Kapital“, „Selbständigkeit ist mir zu riskant“, „mir fehlt ein entsprechendes Netzwerk“, „ich bin dazu nicht geeignet“, „ich habe nicht genug Zeit“. Mit diesem zahlreichen Ausreden und dem kleinen „aber“ fängt es an. Das kleine (aber feine) „aber“ erklärt auch, wieso von den vielen, die sich gerne selbständig machen würden, nur wenige es tatsächlich verwirklichen.

Dabei aber gilt: „Wer etwas will, sucht Wege, wer etwas nicht will, sucht Gründe.“ Und wer etwas will, der findet auch passende Wege und Möglichkeiten.

Traditionelles Bildungssystem und dessen Prägung

Auch das Bildungssystem (zumindest seine traditionelle Form – mittlerweile bestehen zum Glück auch einige Alternativen dazu) unterstützt Sie kaum auf dem Weg zur Selbständigkeit. Das gesamte Schul- und Hochschulwesen in seiner jetzigen Form geht auf die Zeiten der Industrialisierung zurück. Damals bestand plötzlich ein großer Bedarf an Angestellten (Arbeitern, Ingenieuren, Bürofachkräften) sowie an Beamten. Das System bereitet also junge Leute auf die Jobs als Angestellte und Beamte vor. Sie sind auch eher Spezialisten als Generalisten. Und sie lernen auch kaum etwas über das Investieren, den Umgang mit Geld und die Suche nach Opportunitäten. Es dominiert eher der Ansatz, dass die Ressourcen knapp sind, und sie schränken die Chancen ein („Das kann ich mir nicht leisten…“), während ein Unternehmer eher nach Opportunitäten sucht und danach nach den erforderlichen Ressourcen, um aus den passenden Gelegenheiten auch Nutzen ziehen zu können.

Auch viele Akademiker und Schulabgänger suchen eher einen soliden, sicheren und gut bezahlten Job. Sie sind nicht unbedingt bereit, die unternehmerischen Risiken einzugehen und in der Anfangszeit die Opfer zu bringen, die nötig sind, um ein Unternehmen aufzubauen. Ansonsten sind die meisten von ihnen hoch spezialisiert, während ein Unternehmer eher Generalist ist (bzw. sein sollte): er besitzt allgemeines Wissen aus vielen Bereichen und lernt auch ständig hinzu, um dieses Wissen zu erweitern und sich auf dem Laufenden zu halten.

Berühmte Schul- und Studienabbrecher

Vielleicht befinden sich auch aus den o.g. Gründen unter den Multimillionären und -milliardären ganz berühmte Persönlichkeiten, die sich seiner Zeit dazu entschlossen haben, die traditionell geprägte Bildung abzubrechen und einen anderen Weg zu gehen (sie lernten aber ständig, um ihr Wissen in vielen Bereichen dauerhaft zu erweitern). Denken Sie z.B. an den Metro-Gründer Otto Beisheim, an Michael Dell (Gründer von Dell Computers), Thomas Edison (Gründer von General Electric), Henry Ford (Gründer von Ford Motor Company), Bill Gates (Gründer von Microsoft), Steven Jobs (Gründer von Apple Computers), an den Autoverleiher Erich Sixt (Sixt), an Ted Turner (Gründer von CNN) oder an den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Natürlich gibt es unter erfolgreichen Unternehmern auch viele Akademiker mit sehr guten Studienabschlüssen, allerdings bedarf der Weg von einem Angestellten zum Unternehmer, vom traditionellen Bildungssystem zum unternehmerischen Denken immer einer echten Metamorphose.

Sich selbständig zu machen ist wie Fallschirmspringen

Robert Kiyosaki vergleicht die Unternehmensgründung mit dem Fallschirmspringen: der Fallschirm öffnet sich erst in der Luft – der Unternehmer hofft, dass das noch vor Erreichen der Erdoberfläche passiert.

Nutzen auch Sie die Chance, den Fallschirm der Selbständigkeit vor Erreichen der Erdoberfläche zu öffnen, bauen Sie Ihre Existenz auf – wenn Sie die Chancen und Risiken analysieren, werden Sie feststellen, dass Sie meistens nichts (bzw. nicht viel) zu verlieren haben, Sie können nur gewinnen.



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