So meistern Sie den Kauf einer Wohnimmobilie in China

25. Oktober 2012 | Von | Kategorie: News

Die Immobilienpreise in China sinken. Experten von BNP Paribas prognostizieren im laufenden Jahr 2012 einen Rückgang der Immobilienpreise in Gesamtchina in Höhe von 10 %. Ein guter Moment, um sich ein Immobilien-Investment in China zu überlegen. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Konditionen dabei zu erfüllen sind.

Der Volkswirtschaft Chinas geht es verhältnismäßig gut

Während noch im Jahre 2011 das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) Chinas bei 9,2 % lag, ist laut der Weltbank im Jahre 2012 mit einem Wachstum von 8,2% zu rechnen. Für chinesische Verhältnisse sehr bescheiden, für europäische Verhältnisse dagegen ganz ordentlich.

Die chinesische Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren ein wenig verlangsamt, das stimmt. Dabei darf aber eines nicht übersehen werden, das zu den wichtigsten Triebkräfte der Modernisierung in China zählt, die größte Urbanisierung, die die Welt je gesehen hat. Während noch im Jahre 1980 nur 20 % der Bevölkerung Chinas in den Städten gelebt hat, lag dieser Anteil bei 51,3 % im Jahre 2011. Die OECD prognostiziert, dass sich der stark wachsende Anteil an städtischen Einwohnern bis zum Jahr 2030 um mehr als 300 Millionen Menschen erhöhen wird. Das ist ein Zuwachs, der in etwa der Gesamtbevölkerung der USA entspricht.

Der Volkswirtschaft Chinas geht es also verhältnismäßig gut. Dazu kommen noch die turbulenten Entwicklungen auf der chinesischen Börse und niedrige Festgeldzinsen, die einen guten Grund darstellen, um sich den Kauf einer Immobilie in China zu überlegen.

Circular 4 und Circular 10: Verschärfte Regelungen beim Kauf einer Immobilie in China

Die steigenden Immobilienpreise und der Wille, der Bevölkerung bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen hat die chinesische Regierung dazu bewegt, im Jahre 2010 das sogenannte Circular 4 und Circular 10 zu erlassen. U. a. regeln die neuen Vorschriften die Mindesteigenkapitalquote beim Kauf einer Immobilie.

Denn: Die Investoren nutzen häufig bei der Finanzierung von Immobilien die sog. Hebelwirkung und finanzieren ihre Immobilie zu einem größeren Teil mit Krediten. Der Vorteil liegt darin, dass sich dadurch die Eigenkapitalrendite deutlich steigern lässt. Das Risiko besteht aber darin, dass der Investor bei einem möglichen starken Wertverlust einer Immobilie mehr, als das eingesetzte Eigenkapital, verlieren kann.

Um dem Risiko, insbesondere beim Kauf der Immobilie als Kapitalanlage, vorzubeugen, wurde zunächst in Circular 4 und dann in Circular 10 die Mindesteigenkapitalquote geregelt.

Und so muss ein Immobilienkäufer beim Kauf der ersten Immobilie mit der Fläche von weniger als 90 qm 30% Eigenmittel einbringen. Beim Erwerb der zweiten Wohnung liegt die Eigenkapitalquote bereits bei 50%. Und beim Kauf der dritten, vierten und weiteren Wohnung ist das Eigenkapital signifikant erhöht und von dem finanzierenden Kreditinstitut festzulegen.

Neben der Mindesteigenkapitalquote regelt Circular 10 die Mindestverzinsung der Baudarlehen. Und so beträgt z. B. der Zinssatz beim Erwerb der zweiten Wohnung nicht weniger als 1,1-fache des Leitzinssatzes der Chinesischen Nationalbank (People’s Bank of China).

Immobilienkauf: So machen das die Chinesen

Und wie sind die Präferenzen der Chinesen bezüglich der Immobilien und deren Finanzierung? Die schnelle und einfache Antwort lautet: sie unterscheiden sich von den Präferenzen der Europäer.

Die Chinesen kaufen sehr gerne Wohnungen in Hochhäusern (mit durchschnittlich 18 Stockwerken), die sich in Europa nicht sehr großer Beliebtheit erfreuen. Die Siedlungen sind sehr gepflegt und überwacht. Solche Objekte, wie Teiche mit Fischen, Bänke, Brücken und Felsen gehören zum Standard.

Was die Finanzierung der Immobilien angeht, bevorzugen die Chinesen eher den Kauf mit Eigenmitteln. Der Anteil derer, die auf Kredit kaufen, ist weiterhin gering.

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Ein Kommentar auf "So meistern Sie den Kauf einer Wohnimmobilie in China"

  1. […] wie ist es mit Immobilien? Naja, Sie können aktiv dazu beitragen, dass der Wert der Immobilie steigt. Sie können z. B. die […]

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